News: 13.11.2009 Keine sonnigen Aussichten mehr Konkurrenz aus Asien bereitet, trotz hoher Nachfrage nach deutschen Sonnenanlagen, der hiesigen Solarbranche mächtig Probleme. |
In der deutschen Solarbranche sieht es schon seit längern nicht rosig aus, derzeit ziehen allerdings richtig dunkle Wolken auf. Der Umsatz des Hamburger Unternehmens Conergy halbierte sich in den ersten neun Monaten des Jahres beinahe. Auch die Konkurrenz leidet: Q-Cells schnitt im dritten Quartal deutlich schlechter ab als erwartet, Phoenix Solar strich nach einem drastischen Einbruch des Geschäfts das Umsatzziel für das Gesamtjahr zusammen.
Schuld an der desaströsen Situation in der Branche ist der Preisverfall für Solarmodule auf dem deutschen Markt und die Konkurrenz aus Asien. Hersteller aus Fernost nehmen mit extrem preisgünstigen Modulen den deutschen Rivalen immer mehr Geschäft ab. Chinesische Solarunternehmer verdoppelten ihren weltweiten Marktanteil binnen zwei Jahren auf mehr als 30 Prozent. Sie können im Schnitt 30 Prozent günstiger produzieren als die Deutschen, schätzen Experten. Die Nachfrage nach neuen Energien ist zwar ungebrochen. Allein neue Solaranlagen produzierten laut Bundesnetzagentur in den ersten neun Monaten des Jahres 1471 Megawatt - so viel wie ein größeres Kernkraftwerk. Von dem Boom profitieren aber vornehmlich asiatische Hersteller, die mit Kampfpreisen Kunden locken. Wegen des Preisverfalls wirkt sich die hohe Nachfrage deshalb nicht auf die Gewinne der deutschen Solarunternehmen aus.
Quelle: Financial Times Deutschland, ftd.de | |