News: 18.12.2009 Kolumbischer Markt für deutsche Unternehmen interessant Kolumbien ist durch eine verbesserte Sicherheitslage in den vergangenen Jahren als Absatzmarkt für deutsche Produkte wieder attraktiver geworden. |
Ein wachsender Binnenmarkt treibt den Konsum und die Investitionen an, berichtet Germany Trade and Invest (gtai). Gleichzeitig werden im Energiesektor, im Bergbau und in der Verkehrsinfrastruktur Großvorhaben vorangetrieben, die exzellente Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Sicherheit und Wirtschaftswachstum gehen in Kolumbien Hand in Hand. Obwohl die konsequente Bekämpfung der Guerilla durch die Regierung unter Präsident Álvaro Uribe umstritten ist, hat sich die Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes stark verbessert. Dadurch wurde in den vergangenen fünf Jahren aus einer stark fragmentierten Volkswirtschaft mit wenigen beinahe getrennt voneinander existierenden Wirtschaftszentren ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Dies hat der gesamten Wirtschaft, besonders der Industrie, dem Transportwesen, dem Finanzsektor und dem Handel starken Auftrieb gegeben. So ist das Bruttoinlandsprodukt zwischen 2004 und 2008 im Durchschnitt um 5,5% pro Jahr gewachsen.
Auch deutsche Firmen profitierten von dem Aufschwung. Während die Gesamtimporte um 23% pro Jahr zugelegt haben, sind die Importe aus Deutschland immerhin um 20% gestiegen.
Die Marktvolumina sind in vielen Bereichen bereits so interessant, dass deutsche Unternehmen zuletzt verstärkt dazu übergegangen sind, den kolumbianischen Markt mit eigenen Niederlassungen zu bearbeiten. Gute Geschäftschancen gibt es für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer. Hohe Investitionen fließen außerdem in den Erdöl- und Erdgassektor sowie in den Bergbau, wo neue Kohleminen eröffnet werden und die entsprechende Infrastruktur benötigt wird.
Quellen: Germany Trade and Invest/PEX news&trends | |