Ziel sei es, den US-Marktanteil von derzeit sieben auf rund zehn Prozent zu erhöhen, schreibt das Handelsblatt. Kurz vor der Branchenmesse in Detroit setzen die Deutschen damit starke Signale auf dem wichtigsten Automarkt der Welt. Mercedes werde künftig mit der C-Klasse sein wichtigstes Volumenmodell teilweise in Alabama bauen und stecke gemeinsam mit seinen Händlern 1,6 Mrd. Dollar in die Erneuerung des US-Vertriebs, so das Blatt. Der neue Showroom in Manhattan, der Anfang 2011 eröffnen soll, ist mit fünf Stockwerken doppelt so groß wie der bisherige Standort. Schon jetzt liege der US-Marktanteil der Stuttgarter im Luxussegment mit 16 Prozent „so hoch wie nie zuvor“, teilte Mercedes-US-Chef Ernst Lieb mit.
VW baut sogar eine neue Fabrik in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Eine Milliarde Dollar investiert der Konzern, um seinen Nischenstatus in den USA abzuschütteln. Bis zum Jahr 2018 will er in den USA eine Million Autos verkaufen. Im vergangenen Jahr waren es knapp 300 000 Stück. BMW baut seine Fertigung in South Carolina aus. Ab 2012 sollen dort rund 250 000 Autos vom Band laufen, 80 000 mehr als bisher. Auch BMW verlagert einen Teil der Produktion aus Europa, um sich vor einem dauerhaft niedrigen Dollar zu schützen. US-Markt wird wieder wachsen In den USA scheint der schlimmste Einbruch ausgestanden. Prognosen zufolge dürfte der Markt in diesem Jahr wieder um zehn bis 15 Prozent auf rund zwölf Mio. Autos wachsen. Damit bleibt er viermal so groß wie der deutsche und dürfte noch bis Mitte des Jahrzehnts größer bleiben als der chinesische. Experten sehen gute Chancen für die Deutschen. Das Nürtinger Institut für Automobilwirtschaft geht davon aus, dass 2010 der Absatz deutscher Fahrzeuge in den USA um gut 15 Prozent auf 900 000 Stück steigen wird. Einerseits stecken die US-Hersteller Ford, GM und Chrysler nach wie vor in einer Restrukturierung, die vor dem Luxussegment nicht haltmacht. Zudem gelten weitere Konkurrenten wie Volvo und Jaguar nach ihren Eigentümerwechseln als geschwächt. Das sind gute Nachrichten für die deutsche Konkurrenz, die 2010 nach dem Ende der Abwrackprämie in Deutschland wieder verstärkt von der Entwicklung der Auslandsmärkte abhängt. Quelle: Handelsblatt
|